Veröffentlicht am Mittwoch, 4 November, 2009 um 12:55 von admin.
Kategorien:Metaphysisches.
In der Astrologie werden aus den Positionen der Planeten zu einem bestimmten Zeitpunkt
Schlussfolgerungen gezogen.
Beispielsweise postuliert die Astrologie, dass das Horoskop für den Zeitpunkt der Geburt den Charakter prägt oder dass bestimmte Planetenkonstellationen für bestimmte Unternehmungen besonders günstig sind.
Die Grundlage für das abendländische Horoskop bildet der Tierkreis.
Es setzt sich aus zwölf Segmenten zusammen, von denen jedes einem Tierkreiszeichen entspricht.
Diese Zeichen sind zwölf Bilder, die für bestimmte Charaktereigenschaften des Menschen stehen. Die Astrologie orientiert sich an der Himmelsansicht der Gestirne im Tierkreis.
Nicht die geozentrische Sicht vom Erdmittelpunkt, sondern die topozentrische von der Erdoberfläche ist ausschlaggebend für die Deutung
Man kann zu Studien stehen wie man will aber es ist doch spannend, dass so viele Menschen täglich ihr Horoskop lesen und daran glauben.
Doch die Studien bis dato sagen uns nur eines – das es keine signifikanten Belege gibt die für Astrologie sprechen.
Dazu muß gesagt werden, dass diese Studien sehr dürftig sind in ihrem Aufbau und ihrer Auswertung und ich lieber noch abwarte bis jemand tatsächlich eine verwertbare Studie zum Vorschein bringt.
Denn das die Kronenzeitungshoroskope nicht ernst zunehmen sind ist ja wohl klar? Das auch Studien wo irgendwelche Texte Probanden vorgelegt werden und diese sich natürlich damit identifizieren nichts aussagen sollte uns rein methodisch auch klar sein, auch das nur weil jemand am gleichen Tag wie ich Geburtstag hat nicht große Ähnlichkeiten da sein müssen – steht auch ausser zweifel- nun- aber viel mehr Studien gibt es leider bis dato nicht- zumindest keine ausgereiften die auf das was ich unter Horoskop verstehe- nämlich eine individuelle Beratung austesten würde.
Nicht leugnen will ich aber psychologische Studien die sicher auch mit den Thema einhergehen nämlich dem Effekt der Self fullfilling Prophecies und dem Barnum Effekt der schwammigen Aussagen.
Astrologie als Angelegenheit des Glaubens- aus Wikipedia
Astrologie erfüllt bei vielen Menschen ein Bedürfnis nach übernatürlichen, transzendenten oder metaphysischen Erklärungen für ihre aktuelle oder zukünftige Befindlichkeit. Die Erwartung metaphysischer Aussagen lässt per Definition jede naturwissenschaftliche Kritik belanglos sein. Dies trifft übrigens nicht nur für Astrologie, sondern für jedes Wert- oder Anschauungssystem (zum Beispiel Religionen) zu, das jenseits der bekannten physikalischen Welt weitere Determinationen oder Existenzen unterstellt.
Historia
„Astronomie und Astrologie waren im Altertum aufs Engste miteinander verknüpft. Eine Unterscheidung der zwei Fachgebiete kannte man damals noch nicht. Die «Astronomie» besorgte die rechnerischen Unterlagen und die «Astrologie» die Sinndeutung des rhythmischen Geschehens am Himmel.“
Beginnend mit astronomischen Beobachtungen im 3. Jahrtausend v. Chr. schufen die Sumerer im 2. Jahrtausend v. Chr. den Stufentempel in Ur oder Uruk, deren Stockwerke die “sieben Gestirne” Mond, Sonne, Venus, Merkur, Mars, Jupiter und Saturn symbolisierten und den Priestern die Verbindung zu den Göttern ermöglichen sollten.
Sternbilder wurden benannt – der Himmel wurde in drei Bereiche unterteilt und ein siderischer Mond-Tierkreis war bekannt. Sie glaubten, die Bewegung der Gestirne vollziehe sich durch göttlichen Einfluss. - Die Bezeichnung Chaldäer für Babylonier wurde zum Synonym für Astrologe.
In Ägypten etablierte sich ab 2778 v. Chr. der exakteste antike Kalender. Im Aufgang des Sirius erkannte man den Zusammenhang mit dem bevorstehenden Nilhochwasser. Viele Prognosen für die Politik suchte man aus der Stellung dieses Sternes abzuleiten. Die auf den vier Himmelsrichtungen basierenden Pyramiden sollten als Rampe für die Seele des Pharao beim himmlischen Aufstieg dienen, der nach seinem Tod als heller Stern am Himmelsnordpol beobachtbar sei. Unter babylonischem Einfluss wurde der zwölfteilige Tierkreis (Zodiak) geschaffen.
Über Griechenland fand die Astrologie den Weg nach Rom, wo sie sich als eine von vielen Wahrsageformen großer Beliebtheit erfreute. Gerade die römischen Kaiser griffen gerne auf sie zurück. Wenn sie nicht selbst in der Sterndeutung bewandert waren wie Tiberius, Septimius Severus und Hadrian, hatten sie häufig einen Hofastrologen.
Das frühe Christentum bleibt gegenüber der Astrologie in einem widersprüchlichen Verhältnis, da nach Auffassung vieler Kirchenlehrer die Vorherbestimmung des Schicksals dem christlichen Glaubens widerspricht, andererseits die Geburt Christi astrologisch angekündigt wurde. Tertullian warnt vor der Astrologie. Konstantin der Große bekennt sich dazu.
Friedrich II., die Päpste Julius II., Paul III. und Leo X. wie viele reformatorisch geprägte Personen (Albrecht Dürer) vertrauten der Astrologie. Martin Luther dagegen hielt nicht viel von den Astrologen: “Es ist ein Dreck um ihre Kunst.”
Bis zur Renaissance waren Astronomen häufig zugleich gläubige Astrologen- der Split zwischen Astrologie und Astronomie vollzog sich im ausgehenden Mittelalter..
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