Veröffentlicht am Mittwoch, 4 November, 2009 um 12:49 von admin.
Kategorien:Historia pro Idiotis.
Der heilige Nikolaus hat immer den Krampus dabei – oder der Krampus den Nikolo wie auch immer man dies betrachten möchte.
Heute ist der Tag des Krampus wo ja die bösen bösen Menschen, und jene Kindlein die nicht brav gewesen sind bestraft werden- mit der Rute!
Aber woher kommt denn dieser Brauch?
Krampus kommt vom althochdeutschen – Krampen- und das ist eine Kralle oder etwas lebloses, verdorrtes.
Der Krampusbrauch ist sogar zu Zeiten der Inquisition verboten worden da sich niemand wie der Teufel verkleiden durfte.
Das Krampustreiben kam aber bald wieder in Mode und so finden sich noch heute in Österreich genügend Krampusumzüge wo Leute in Felle gehüllt mit teuflischen Masken mit der Rute und mit Ketten ihr Unwesen treiben.
Ursprünglich sollten keine Leute bestraft werden sondern sollte der Winter ausgetrieben werden indem man lärmend durch die Orte lief.
Das es eigentlich auch noch die Frau Percht mit ihren wilden Gefährten gab ist heute fast vergessen denn die Perchten haben sich mit den Krampusen vermischt – aber das haben wir bei Hagazussa ja schon letztes Jahr geklärt.
Aber geht es um den Nikolo gibt es verschiedene wichtige historische Gestalten:
-Am 6.dezember starb, laut christlicher Überlieferung, der später christliche heilige Nikolaus von Myra, so ca. im 4.- 5.Jhd.
Der Hl.Nikolaus soll nach Legenden Geschenke für die armen Kinder ausgeteilt haben und durch türe und kamin die geschenke gebracht haben. Erstammt aus der Türkei.
- Dann gibt es Wodan bzw. Ruprecht in unserem Raum
Um die heutige Weihnachtszeit wurde bei uns Wodan verehrt, der als Gabenbringer dargestellt wurde und neues leben bringt. Wodan ist heute als Begleiter des nikolaus zu sehen als Gestalt des Krampus oder Knecht Rupprecht. Und der Nikolaus hat die positiven aspekte von Wodan übernommen, als lichte Gestalt und der Rupprecht reinigt durch die Rute und bestraft.
-Sinterklass von den Niederlanden.
Der niederländische sinterklaas, wurde nach amerika transferiert und von der Protestantischen Bewegung aufgegriffen. Er wurde Santa Claus genannt und sollte seinen Tag am Weihnachtsabend haben.
Die Kinderbeschenkung am Nikolotag wurde durch Luther abgeschafft da es als heidnischer Brauch gegolten hat.
-In Amerika vermischt sich der Hl.Nikolo mit roter Mütze und Umhang mit dem Knecht Rupprecht der mit Sack und Rute dargestellt wurde und mit dem Sinterklaas der schon immer mit grossen Stiefeln und Mütze dargestellt wurde. Ausserdem legte der Weihnachtsmann in den USA zu und wurde zu einem dicken Geschenkebringer.
Odin/Wotan hat unter anderem auch den Beinamen OSKI – Wunscherfüller. Ein Hinweis vielleicht auf den heidnischen Weihnachtsmann?
Bei den Sami bringen übrigens Göttinnen die Geschenke, nämlich die Sonnengöttinnen Beiwe und Beiwe Neida, die mit ihrem Rentierschlitten über den Himmel fahren.
Vielleicht stammt von hier der Schlitten des Weihnachtsmannes in Amerika?
Fakt ist, dass es wenige konkrete Zusammenhänge historischer Natur gibt und somit die Figur des Nikolo und Weihnachtsmannes über Mythen und Legenden lebt.
Ältester schriftlicher Beleg für die Verehrung des Bischofs von Myra ist die Stratelatenlegende, die sogenannte praxis de stratelatis, die Legende von: der wunderbaren Rettung dreier Feldherren vor dem Tode.
Die älteste erhaltene Aufzeichnung der Legende wird in die Zeit zwischen 460 und 580 datiert; es ist keineswegs ausgeschlossen, dass noch eine ältere Fassung entdeckt werden könnte. Die Stratelatenlegende, ältester Kern der dann bald weltumspannenden Nikolausverehrung, hatte im Altertum einen solch hohen Stellenwert, dass von ihr noch heute mehr als fünfzig verschiedene Handschriften erhalten sind. Die älteste bekannte Biographie des hl. Nikolaus, die »Vita per Michaelern«, scheint zwischen 750 und 850 in Konstantinopel entstanden zu sein.
Aber es gab noch einen zweiten – nämlich Nikolaos , den Archimandriten (griech: Abt) des Klosters von Sion und späteren Bischof von Pinora, dessen Vita etwa zur Zeit der Entstehung der Stratelatenlegende entstanden ist. Von ihm wissen wir, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit am 10. Dezember 564 in Lykien gestorben ist. Die Namensgleichheit und wohl auch der Tod in einer Landschaft, in der auch der Bischof von Myra gewirkt hat, haben dazu geführt, dass die Lebensbeschreibungen des Abtes Nikolaos und des Bischofs Nikolaos von Myra mit- einander verschmolzen – zu einer fiktiven Nikolausgestalt.
Im Hochmittelalter entstanden allmählich auch volkstümliche und volkssprachliche Nikolaus-Lebensbeschreibungen. Die älteste bekannte Vita stammt von dem Anglonormannen Robert Wace. Die erste deutsche Nikolausbiographie kann um das 13. Jh. nachgewiesen werden.. Den »Renner« unter den Nikolaus-Viten im lateinischen Abendland schrieb in der zweiten Hälfte des 13. Jh. der Dominikaner Jacobus a Voragine (1228/29-1298), späterer Erzbischof von Genua. Seine berühmte »Legenda Aurea«, zuerst lateinisch abgefasst, ordnet die Heiligen nach dem Kirchenjahr und behandelt den hl. Nikolaus gleich nach dem hl. Andreas
Die wichtigste Innovation des lateinischen Abendlandes hinsichtlich der Weiterentwicklung der Grundlegenden um den hl. Nikolaus ist die Wundererzählung von der Auferweckung der getöteten Schüler. Die älteste Fassung dieser Sekundärlegende liegt im 12. Th. in dramatisierter Form in der Hildesheimer Handschrift »Liber sancti Godehardi« vor.
Die Schülerlegende ergänzt nicht nur die anderen im Mittelmeerraum entstandenen Legenden, sondern prägt den Typ von Nikolaus, der als himmlischer Kinderfreund und Gabenbringer in zahlreichen zeitabhängigen Metamorphosen bis in die Gegenwart fortlebt.
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