Samhain

Veröffentlicht am Mittwoch, 4 November, 2009 um 12:40 von admin.
Kategorien:Im Jahreskreis.

Das moderne Hexentum feiert diese Nacht als Samhain- das Neujahresfest der Hexen und übernimmt somit mögliche Vorchristliche Elemente!

Etymologisch könnte sich der Name Samhain vom altirischen „sam“ sommer und „fuin“ Sonnenuntergang-Ende ableiten.

Das alte Jahr ist nun zu Ende und die dunkle Zeit hüllt uns ein bis zu Yule wo der Sonnengott wiedergeboren wird. In diesen undefinierten Nächten um den 31. Oktober die nicht mehr zum alten Jahr und noch nicht zum neuen gehören regiert das Chaos  und die Welten berühren sich.
Wir schauen zurück auf das alte Jahr und in die Zukunft ins nächste Jahr.  So nutzen die Hexen heute dieses Fest für Orakel, Divination und spezielle Riten.
Langsam kehren wir nach Samhain zurück in unsere Ordnung um in uns zurückgezogen wie die Natur den Winter zu verbringen.
Samhain ist ein Fest des Loslassens, des Gedenkens an jene die vor uns den Weg gegangen sind. Wir verabschieden uns und sind uns des Zyklus des Lebens bewusst – das alles gehen muß auf das es wiedergeboren wird.

Wenn ich Samhain zelebriere dürfen einige Elemente nicht fehlen.
ZB. Richte ich einen großen Ahnenaltar her mit Fotos und Reliquien meiner Verstorbenen Verwandten und auch Tieren. Ich Gedenke all jener die vor mir gegangen sind und zünde für jeden Einzelnen ein Licht an.
Als Samhain-Festspeise mache ich gerne Gerichte die mich an meine Ahnen erinnern. ZB. Rote Grütze die meine Oma immer gemacht hat und trinke einen weißen Spritzer, denn mein Opa war gerne beim Heurigen. Ich erinnere mich an all die schönen und auch nicht so schönen Erlebnisse, denn so werden diese Erlebnisse nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Außerdem decke ich an meinem Esstisch ein Gedeck extra wo meinen Ahnen ebenfalls von allem etwas abbekommen.

Psychologisch gesehen ist Samhain das Fest wo wir unseren Urängsten begegnen – der Angst vor dem Sterben und des Vergänglichen und die Verkleidungen zu Halloween drücken doch genau betrachtet genau diese Ängste aus und wie die Menschliche Psyche eben zu funktionieren scheint ist dieser spielerische Umgang oft der einzige Zugang den viele zu ihren Urängsten haben. Und ein Zugang wo unsere Gesellschaft eine Form gefunden hat sich mit den Verstorbenen auseinanderzusetzen ohne einem religiösen Kontext.

Samhain ist das Fest der Unterwelt, des Todes, des Vergehens und Endens. So widme ich mich heute der Dunklen Mutter – den Dunklen Göttinen die uns im Jahreskreis begegnen.

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