Wicca

Veröffentlicht am Mittwoch, 4 November, 2009 um 12:36 von admin.
Kategorien:magische Traditionen.

Wicca:

Wicca ist eine Mysterientradition, deren Mitglieder sich selbst als Hexen verstehen und Wicca teilweise als Religion sehen.

Wicca ist im angloamerikanischen Raum besonders stark verbreitet da dort Wicca als Religion seit 1994 anerkannt ist.
Wicca sieht sich oft als  Tradition des  „Alten Pfads“, das zum Ausdruck bringt, dass Wicca sich in der Tradition ursprüngliche animistischer naturbezogener  Religionen sieht, die Magie und Religion nicht trennen.
Im Gegenteil zu feministischen Traditionen wo es ausschliesslich um die „Grosse Göttin“ geht  sind im  Wicca eine weibliche Göttin und ein männlicher Gott gleichberechtigte Partner und Repräsentanten einer polaren Natur.

Die Wicca-Religion wurde begründet durch Gerald Brousseau Gardner (1884–1964), der 1954 (allerdings in der Schreibweise wica) den Begriff Wicca einführte.
Er gab an, er sei in einen bestehenden Hexencoven, den New Forest Coven, initiiert worden. Ursprünglich kam er allerdings durch Aufenthalte in Malaysia zum Okkultismus wo er mit den fernöstlichen Mythen konfrontiert wurde.
Später war dann neben ihm Doreen Valiente eine führende Person die vorallem viele Texte die auch heute noch verwendet werden geschrieben hat. Sie war es auch die Inhalte des Book of Shadows von Gerald Gardner verändert hatte da sich darin viel von Aleister Crowley befand.
Gardner und Valiente trennten sich wegen Unstimmigkeiten und Patricia Crowther trat ihre Nachfolge an.
Die Alexandrische Linie wurde von Alex Sanders und Maxine gegründet.
Nach Amerika wurde Wicca durch Raymond und Rosemary Buckland, Initianten aus der Gardnerischen Linie gebracht, wo Buckland seine eigene Linie, das Seax Wicca gründete.
In Amerika wurde Wicca unter anderem durch Zsuzsanna Budapest und Miriam Simos (besser bekannt als Starhawk) mit Elementen feministischer Göttinnen-Spiritualität angereichert (Dianic Wicca, Reclaiming-Tradition), während durch Selena Fox schamanistische Einflüsse (sogenannter Wiccan Shamanism) ihren Einzug fanden, so z.B. afrikanische und indianische Traditionen wie Trommeln, ekstatische Tänze und Visionsarbeit.
Janet und Stewart Farrar machten in den 1970iger und 1980iger Jahren viele Rituale durch ihre Bücher populär, insbesondere die meisten der heutigen acht Sabbat-Rituale.

Im Gegensatz zu den großen Weltreligionen und vielen fernöstlichen Traditionen, die durchwegs das eigentliche Heil im Jenseits suchen und die materielle Welt als unrein oder leidvoll betrachten, ist Wicca eine freudvolle, lustbetonte und dieseitsbejaende Religion, die den Körper nicht als ein zu überwindendes Übel ansieht und Körperlichkeit und Natur auch nicht als sündhaft, sondern als im höchsten Maße heilig erachtet.
Da sie alles in der Welt als kreisläufige Prozesse von Werden und Vergehen verstehen, gehen Wicca-Anhänger auch von einer Wiedergeburt der Seele aus. Auf Grund der Regel der dreifachen Wiederkehr glauben sie auch an Karma, aber nicht daran, das jedes persönliche Unglück durch schlechtes Karma selbst verschuldet sei. Wir geben nicht die Verantwortung ab sondern tragen selbst die Verantwortung für unser Leben.
Entsprechend dem Verständnis von eigener Verantwortung dient Magie im Wicca-Kult nur dazu, natürliche Energien zu lenken und notwendige Veränderungen zum Positiven anzustoßen. Gewaltfreiheit hat einen hohen Stellenwert. Aufgrund ihrer Verbundenheit zur Natur und zur Umwelt findet man viele Wicca-Anhänger als Aktivisten in Naturschutz-Organisationen oder Tierschutzgruppen.
Zur Lenkung göttlicher Mächte werden trainiert:

  • Wille (u. a. Intensität, Disziplin, Konzentration, Unerschütterlichkeit, Beharrlichkeit, Mut)
  • Imagination (Fähigkeit zur Entspannung, kontrolliertes Tagträumen)
  • Glaube (Positiver innerer Zustand)

Wicca versteht sich als eine tolerante Religion und erhebt keinen Anspruch auf Alleingültigkeit. Sie lehnt Dogmatismus, Fanatismus und Diskriminierungen anderer Religionen jedoch ab
Die ethischen Grundsätze im Wicca basieren auf der Weisung (Rede) „Solange es niemandem schadet, tu was du willst“ (An ye harm none do as ye will) und der Regel der (dreifachen) Wiederkehr „Alles was von dir ausgeht fällt dreifach auf dich zurück“.
Initiierte Wicca haben ein handschriftlich angelegtes „Buch der Schatten“, innerhalb eines Covens wird dieses Buch zwar weitergegeben, ist aber nicht statisch. (Das Buch der Schatten aus der Gardner- / Sanders-Linie wurde auch in mehrere Sprachen übersetzt). In einigen Fällen wird die Urversion der jeweiligen Linie zusätzlich tradiert. Diese enthält vor allem Rituale, weniger Dogmen oder feste Richtlinien. Ferner haben viele Coven noch ein eigenes „Buch der Schatten“, in das geheimes Wissen, Rituale, Anrufungen und eigene Erfahrungen eingetragen werden können.

Keine Kommentare

Asatru

Veröffentlicht am Mittwoch, 4 November, 2009 um 12:35 von admin.
Kategorien:magische Traditionen.

Aus Wikipedia- das nicht immer die beste Quelle ist aber doch oft einen guten Überblick verschafft:

Mit Asatru (Ásatrú) bezeichnet man heute verschiedene Ausprägungen des nordisch-germanischen Neuheidentums.
Ásatrú ist ein altnordischer/isländischer Neologismus bestehend aus ’’ása’’, dem Genitiv von altnordisch ’’áss’’ (Ase…Gott) und ’’trú’’ (Glaube). So bezeichnet die Ásatrú („Asenglaube“) den Glauben an, die Treue zu oder das Vertrauen in die heidnischen germanischen Götter, die Asen und Wanen. Das Wort an sich ist wiederum eine Lehnübersetzung des dänischen Begriffs ’’asetro’’ („Asenglaube“), welcher 1870 von Edvard Grieg in seiner unvollendeten Oper „Olaf Tryggvason“ als Bezeichnung für den Heidnischen Glauben der Nordländer verwendet wurde. Die isländische Schreibweise wurde erstmals 1945 von Ólafur Briem in seinem Werk „Heiðinn siður á Íslandi“ (”Heidnische Sitten auf Island”) verwendet. In der jüngeren Edda allerdings kommt die Bezeichnung (getrennt geschrieben) auch schon vor.
Die Glaubensvorstellungen des Asatru wurzeln in der Mythologie und der Kosmologie der germanischen Völker.
Sie orientieren sich dabei an den Inhalten der Edda, Mythen, Foklore usw und versuchen so den alten Glauben zu rekonstruieren.
Die indigene Überlieferung der germanischen Weltanschauung steht heute in unterschiedlichen Quellenarten zur Verfügung. Die wichtigsten dieser Quellen sind

Es gibt keinen historischen Begründer oder Propheten von Asatru, Es gibt keine zentrale Autorität, die Dogmen festlegt.
1972 in Island unter der Bezeichnung Asatru als Religion anerkannt, mittlerweile auch anerkannt in Dänemark, Norwegen und Australien.

Wichtig ist hier darüber Aufzuklären, dass es leider im Asatru sehr wohl Strömungen gibt, die denken, dass man nur den Glauben der Germanen verstehen und Leben kann wenn die eigene ethische Herkunft gegeben ist. Diese Asatrus sind Menschen mitteleuropäischer Abstammung mit heller Hautfarbe die sich als die „wahren“ Asatrus sehen. Doch darin ist nichts anderes zu sehen als ein Rückfall ins faschistisch geprägte Rassendenken. Denn belegbare germanische Abstammungen gibt es nicht. Und Rassendenken hat nichts mit Asatru sondern vielmehr mit einem diskriminierenden, faschistoiden rechtem Denken einiger Individuen zu tun.

Die Rituale und Zeremonien des Asatru basieren auf Beobachtungen der Kultur der altnordischen und germanischen Völker.

Asatrus pflegen zB. gerne den rituellen Umtrunk der als Sumbel bezeichnet wird.
Dabei geht ein geweihtes Trinkhorn gefüllt mit Met im Kreis herum. In der ersten Runde wird auf die Götter getrunken, in der 2. Runde gedenkt man den Ahnen und in der 3. Runde werden von den Teilnehmern Eide geschworen, Gelübde abgelegt und Lieder oder Gedichte zum Besten gegeben.

Asatrus glauben an die nordischen Götter die in Snorris Edda beschrieben werden.

  • Wodan / Odin (an. Óðinn) ist der einäugige Himmels- und Windgott. Er wird unter anderem als Allvater bezeichnet, da er Vater aller Asen ist. Seine Verehrung nimmt teilweise monotheistische Züge an.
  • Donar / Thor (an. þórr) der Donnergott, ist Wodans und Erdas Sohn.
  • Fro Ing / Frey (an. Freyr) ist ein Name des germanischen Fruchtbarkeitsgottes. Er gehört ursprünglich zu den Wanen.
  • Frouwa / Freya (an. Freyja) ist die Göttin der Liebe.
  • Frick / Frigg (an. Frigg) ist Wodans Gemahlin. Sie ist auch als Frau Holle bekannt.
  • Ziu / Tyr (an. Týr) ist der einhändige Ase, welcher das Prinzip der Gerechtigkeit vertritt.

Die historischen Germanen hatten keine Religion im heute gebräuchlichen Begriffssinn. Ihre spirituellen Bräuche etwa “Asatrú” zu nennen, kam ihnen sowenig in den Sinn, wie sich überhaupt als “Germanen” zu verstehen. Insofern hat es schon “die Germanen” nie gegeben… So, und jetzt?
Was wir heute mit diesem Begriff benennen, sind bestimmte, kulturell vergleichbare Stammesgesellschaften. Schriftlose Gemeinschaften, deren Denkweisen uns – vor allem anderen – inspirieren.
Duke Meyer – Karan – Sven
http://www.nornirsaett.de/

Keine Kommentare