Veröffentlicht am Mittwoch, 4 November, 2009 um 12:50 von admin.
Kategorien:Historia pro Idiotis.
Um 1535 schafft der Reformator Martin Luther die Kinderbescherung am Nikolausabend durch den hl. Nikolaus ab.
Protestantische Kinder erhielten seitdem an Weihnachten Geschenke durch den »heiligen Christ«. Das Christkind eroberte zuerst das evangelische Deutschland und ab 1900 schließlich auch – konfessionsüberschreitend – das katholische Bayern und das Rheinland.
. In den protestantischen Niederlanden dagegen blieb das Schenkfest am Nikolaustag ebenso erhalten wie Nikolaus als Gabenbringer. Der von den Niederlanden in die »Neue Welt« exportierte Nikolaus wurde zum Santa Claus, verlegte aber die Bescherung auf den 25. Dezember. Vermischt mit aus Deutschland importierten Vorstellungen eines Väterchen Winter .
1847 verliert Santa Claus in der ersten Hälfte des 19. Jh. die eindeutige Bischofskleidung (Mitra, Stab, Brustkreuz, Chormantel, Stola etc.) und erhält einen mit Pelz besetzten Mantel und eine ebensolche Pudel- oder »Plümmelmütze« und wird zum Father Christmas. Im Vordergrund steht nun die Vorstellung von einem deutschen, bayerisch-oberpfalzischen Vater Winter: Pausbäckig mit Bäuchlein, gemütlich und weißbebärtet, ergibt sich eine Mischung von Nikolaus und Großvater. In dieser neuen Figur verschmelzen der gute Heilige und sein böser Begleiter zu einer Person. Aus dem hageren, asketischen Nikolaus wird ein »weltlicher Herr«; Diese Metamorphose vollzog sich äußerlich in seiner Erscheinung; ikonographisch und inhaltlich hat sich der Weihnachtsmann nun vom Nikolaus gelöst. Der »Macher« dieser neuen Figur ist der 1840 am Rhein geborene und 1846 mit seiner Mutter in die USA ausgewanderte Thomas Nast. Während des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865) kreierte er aus dem Pelznickel seiner Kindheit und dem in niederländischer Tradition stehenden Santa Claus den amerikanischen Weihnachtsmann: Aus dem Asketen Nikolaus wurde ein gemütlicher, rotgewandeter
Dicker. Der weiße Pelzbesatz zur roten Kleidung schließlich erhielt der Weihnachtmann 1932 durch Coca Cola. Der Weihnachtsmann in den »Hausfarben« von Coca Cola wünschte in einer USA-weiten Plakat-Aktion neben einem Gabenstrumpf eine »erfrischende Pause«. Seit diesem außerordentlich erfolgreichen Werbefeldzug ist der Weihnachtsmann standardisiert. Der rote Mantel kann sich: also nicht auf eine ungebrochene Tradition berufen und als letztes bischöfliche Attribut eine gewisse Alibifunktion haben. Das letzte ikonographische Element versteckt sich eher, als dass es offen erkennbar ist: die Plümmelmütze. Wie bei den Gartenzwergen als einziges Herkunftsrelikt die spitz nach vorn geneigte rote Mütze bleibt, so auch beim Weihnachtsmann. In der phrygischen Mütze ist der Hinweis auf die kleinasiatische Herkunft des Nikolaus enthalten. Als Weihnachtsmann nach Deutschland und Europa importiert, hat er in evangelischen Familien weitgehend das Christkind abgelöst, das dafür in katholischen Familien, die die Kinderbeschenkung zu Weihnachten nachvollzogen haben, Asyl gefunden hat. Im überwiegend katholischen Süden und Westen Deutschlands glaubten die Kinder nach einer volkskundlichen Befragung 1932 vorzugsweise an das Christkind, im Norden und Osten dagegen an den Weihnachtsmann. Die konfessionsunterscheidende Funktion von »Christkind« und: »Weihnachtsmann« ist seitdem weitgehend aufgeweicht. Im Ausland (Frankreich: Papa Noel Italien: Baba Noelj Türkei: Aba Noel …) hat der Weihnachtsmann weitgehend die Rolle des weihnachtlichen Gabenbringers übernommen, sofern zu Weihnachten beschert wird. Inzwischen ist der Weihnachtsmann wirklich »ein Mann von Welt« und stachelt als Animateur zu weihnachtlichen Kauforgien an. Das einst usgesprochen positive Image des Weihnachtsmannes wandelt sich: Die Titulierung »Sie Weihnachtsmann« gilt nicht gerade als Belobigung, und wer als »ein (richtiger) Weihnachtsmann« etikettiert wird, ist ein wunderlicher, einfältiger Mensch. Als diese Redewendung um 1920 aufkam, sollte sie die Vollbartträger verächtlich machen. »Noch an den Weihnachtsmann glauben« (vgl. »noch an den Klapperstorch glauben«) meint einfältig, unaufgeklärt, unerfahren sein. Diese Redewendung ist gleichfalls um 1920 aufgekommen und entspricht dem französischen »croire encore au Pere Noel«. In den Niederlanden führte der Einzelhandelsverband 1995 eine Aktion durch und verbuchte einen klaren Punktsieg für St. Nikolaus vor dem Weihnachtsmann. Auf der einen Seite formieren sich die Sinterklaas-Fans, die keinen Weihnachtsmann auf niederländischem Territorium dulden wollen, und auf der anderen Seite stehen die Anhänger des – angeblich deutschen – Weihnachtsmannes. Wie einen Kultursieg verkünden die Eiferer: Sinterklaas kommt in diesem Jahr in 3,8 Millionen Haushalte, der Weihnachtsmann nur in 2,8 Millionen Familien.«
Bürgermeister haben ihre Gemeinden zu »Weihnachtsmann-freien Zonen« erklärt und gleich das passende Schild neben das Ortsschild gehängt; Geschäftsleute, die sich nicht an die »Regel« halten, müssen mit Ärger rechnen: Ihnen wird ein »Weihnachtsmann-Verbotsschild« – ein mit rotem Balken durchgestrichener Weihnachts mann – auf die Schaufensterscheibe geklebt. Geschäftstüchtige Niederländer sehen diesen »Kulturkampf« mit großem Vergnügen und heizen ihn immer wieder an: Schließlich darf man darauf hoffen, dass demnächst in den Niederlanden außer am 6. Dezember auch noch am 25. Dezember geschenkt (und damit vorher gekauft!) wird.
Quelle beider Artikel:
Becker-Huberti, Manfred: “Lexikon der Bräuche und Feste”
www.santatelevision.com- erfüllt alle Klischees ob Polarlicht oder Schlittenfahrt
Veröffentlicht am Mittwoch, 4 November, 2009 um 12:49 von admin.
Kategorien:Historia pro Idiotis.
Der heilige Nikolaus hat immer den Krampus dabei – oder der Krampus den Nikolo wie auch immer man dies betrachten möchte.
Heute ist der Tag des Krampus wo ja die bösen bösen Menschen, und jene Kindlein die nicht brav gewesen sind bestraft werden- mit der Rute!
Aber woher kommt denn dieser Brauch?
Krampus kommt vom althochdeutschen – Krampen- und das ist eine Kralle oder etwas lebloses, verdorrtes.
Der Krampusbrauch ist sogar zu Zeiten der Inquisition verboten worden da sich niemand wie der Teufel verkleiden durfte.
Das Krampustreiben kam aber bald wieder in Mode und so finden sich noch heute in Österreich genügend Krampusumzüge wo Leute in Felle gehüllt mit teuflischen Masken mit der Rute und mit Ketten ihr Unwesen treiben.
Ursprünglich sollten keine Leute bestraft werden sondern sollte der Winter ausgetrieben werden indem man lärmend durch die Orte lief.
Das es eigentlich auch noch die Frau Percht mit ihren wilden Gefährten gab ist heute fast vergessen denn die Perchten haben sich mit den Krampusen vermischt – aber das haben wir bei Hagazussa ja schon letztes Jahr geklärt.
Aber geht es um den Nikolo gibt es verschiedene wichtige historische Gestalten:
-Am 6.dezember starb, laut christlicher Überlieferung, der später christliche heilige Nikolaus von Myra, so ca. im 4.- 5.Jhd.
Der Hl.Nikolaus soll nach Legenden Geschenke für die armen Kinder ausgeteilt haben und durch türe und kamin die geschenke gebracht haben. Erstammt aus der Türkei.
- Dann gibt es Wodan bzw. Ruprecht in unserem Raum
Um die heutige Weihnachtszeit wurde bei uns Wodan verehrt, der als Gabenbringer dargestellt wurde und neues leben bringt. Wodan ist heute als Begleiter des nikolaus zu sehen als Gestalt des Krampus oder Knecht Rupprecht. Und der Nikolaus hat die positiven aspekte von Wodan übernommen, als lichte Gestalt und der Rupprecht reinigt durch die Rute und bestraft.
-Sinterklass von den Niederlanden.
Der niederländische sinterklaas, wurde nach amerika transferiert und von der Protestantischen Bewegung aufgegriffen. Er wurde Santa Claus genannt und sollte seinen Tag am Weihnachtsabend haben.
Die Kinderbeschenkung am Nikolotag wurde durch Luther abgeschafft da es als heidnischer Brauch gegolten hat.
-In Amerika vermischt sich der Hl.Nikolo mit roter Mütze und Umhang mit dem Knecht Rupprecht der mit Sack und Rute dargestellt wurde und mit dem Sinterklaas der schon immer mit grossen Stiefeln und Mütze dargestellt wurde. Ausserdem legte der Weihnachtsmann in den USA zu und wurde zu einem dicken Geschenkebringer.
Odin/Wotan hat unter anderem auch den Beinamen OSKI – Wunscherfüller. Ein Hinweis vielleicht auf den heidnischen Weihnachtsmann?
Bei den Sami bringen übrigens Göttinnen die Geschenke, nämlich die Sonnengöttinnen Beiwe und Beiwe Neida, die mit ihrem Rentierschlitten über den Himmel fahren.
Vielleicht stammt von hier der Schlitten des Weihnachtsmannes in Amerika?
Fakt ist, dass es wenige konkrete Zusammenhänge historischer Natur gibt und somit die Figur des Nikolo und Weihnachtsmannes über Mythen und Legenden lebt.
Ältester schriftlicher Beleg für die Verehrung des Bischofs von Myra ist die Stratelatenlegende, die sogenannte praxis de stratelatis, die Legende von: der wunderbaren Rettung dreier Feldherren vor dem Tode.
Die älteste erhaltene Aufzeichnung der Legende wird in die Zeit zwischen 460 und 580 datiert; es ist keineswegs ausgeschlossen, dass noch eine ältere Fassung entdeckt werden könnte. Die Stratelatenlegende, ältester Kern der dann bald weltumspannenden Nikolausverehrung, hatte im Altertum einen solch hohen Stellenwert, dass von ihr noch heute mehr als fünfzig verschiedene Handschriften erhalten sind. Die älteste bekannte Biographie des hl. Nikolaus, die »Vita per Michaelern«, scheint zwischen 750 und 850 in Konstantinopel entstanden zu sein.
Aber es gab noch einen zweiten – nämlich Nikolaos , den Archimandriten (griech: Abt) des Klosters von Sion und späteren Bischof von Pinora, dessen Vita etwa zur Zeit der Entstehung der Stratelatenlegende entstanden ist. Von ihm wissen wir, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit am 10. Dezember 564 in Lykien gestorben ist. Die Namensgleichheit und wohl auch der Tod in einer Landschaft, in der auch der Bischof von Myra gewirkt hat, haben dazu geführt, dass die Lebensbeschreibungen des Abtes Nikolaos und des Bischofs Nikolaos von Myra mit- einander verschmolzen – zu einer fiktiven Nikolausgestalt.
Im Hochmittelalter entstanden allmählich auch volkstümliche und volkssprachliche Nikolaus-Lebensbeschreibungen. Die älteste bekannte Vita stammt von dem Anglonormannen Robert Wace. Die erste deutsche Nikolausbiographie kann um das 13. Jh. nachgewiesen werden.. Den »Renner« unter den Nikolaus-Viten im lateinischen Abendland schrieb in der zweiten Hälfte des 13. Jh. der Dominikaner Jacobus a Voragine (1228/29-1298), späterer Erzbischof von Genua. Seine berühmte »Legenda Aurea«, zuerst lateinisch abgefasst, ordnet die Heiligen nach dem Kirchenjahr und behandelt den hl. Nikolaus gleich nach dem hl. Andreas
Die wichtigste Innovation des lateinischen Abendlandes hinsichtlich der Weiterentwicklung der Grundlegenden um den hl. Nikolaus ist die Wundererzählung von der Auferweckung der getöteten Schüler. Die älteste Fassung dieser Sekundärlegende liegt im 12. Th. in dramatisierter Form in der Hildesheimer Handschrift »Liber sancti Godehardi« vor.
Die Schülerlegende ergänzt nicht nur die anderen im Mittelmeerraum entstandenen Legenden, sondern prägt den Typ von Nikolaus, der als himmlischer Kinderfreund und Gabenbringer in zahlreichen zeitabhängigen Metamorphosen bis in die Gegenwart fortlebt.
Veröffentlicht am Mittwoch, 4 November, 2009 um 12:41 von admin.
Kategorien:Historia pro Idiotis, Im Jahreskreis.
Was macht Halloween nun wirklich Gruselig und was könnte da dahinter stecken –wie entstanden die wichtigsten Halloweenelemente? Bekannt an Halloween sind die Jack O Lanterns – die Kürbisfratzen und das „Trick or Treat“ – Süßes oder Saures.
Die katholische Kirche verlegte Allerheiligen im Jahre 835 vom ersten Sonntag nach Pfingsten auf den 1. November. Vielleicht ist dieser Termin von der Katholischen Kirche bewusst ausgewählt worden, um einen Gegenpol zu den heidnischen Festlichkeiten zu setzen; allerdings gibt es dafür keine Belege. Das Allerheiligenfest wurde zuerst in Italien gefeiert, während die Bräuche um Halloween erst viel später verbürgt sind.Aus dem Allerheiligenfest entstand jedenfalls der Name Halloween – zusammengesetzt aus dem englischen Sprachgebrauch All Hallows Eve von eve (evening, „Vorabend“) und hallow („Heiliger“). An Allerheiligen wird nach katholischer Sitte für die Verstorbenen gebetet (zunächst für die, die nach christlicher Lehre vorbildlich gelebt haben, dann aber auch (Allerseelen): für alle Verstorbenen).
Anzunehmen ist, dass in Irland und Umgebung keltische Bräuche mit dem chrsitlichen Elementen verbunden wurde und später dann gemeinsam als all hallows eve gefeiert wurde. Man nimmt an, dass irische Einwanderer das Fest nach Amerika brachten und es bald zum Volksfest wurde.Von da aus stark kommerzialisiert und verändert kam das Fest dann zu uns nach Europa zurück.
Veröffentlicht am Mittwoch, 4 November, 2009 um 12:37 von admin.
Kategorien:Historia pro Idiotis.
Edda:
Die Edda wurde vor über 700 Jahren niedergeschrieben und besteht aus Versen. Die Edda wurde in Altisländisch verfasst, es gibt verschiedene Übersetzungen mit unterschiedlicher Qualität.
Die Edda gehört zu den ältesten Werken der Weltliteratur. Außerdem ist sie die wichtigste Quelle unseres heutigen Wissens über die Göttersagen der Germanen. Wenn es die Edda nicht gäbe, wüssten wir heute so gut wie nichts über die Legenden von Odin und Thor, Loki, Tyr, Baldur und den anderen Asen, Riesen, Zwergen und anderen Wesen.
Es gibt zwei wesentliche Edda-Quellen: Die Prosa-Edda, auch Snorri-Edda (unpräzise auch Jüngere Edda), genannt, und die Lieder-Edda(unpräziser auch Ältere Edda)
Die Lieder-Edda enthält 16 Götter- und 24 Heldenlieder. Die Snorra-Edda oder “Prosa-Edda” wurde 1220 von Snorri Sturluson unter Verwendung alter Überlieferungen zusammengestellt-die “Ältere Edda” bildet die Grundlage für Snorris Zusammenstellung. Die Snorra-Edda enthält neben zwei Kapiteln über die nordische Dichtkunst im Allgemeinen auch die Gylfaginning, in der die nordische Götterwelt ausführlich dargestellt wird. In den Skáldskaparmál werden unter Anderem die Kenningar erläutert, künstlerische Umschreibungen, die meist auf Geschehnisse der Göttersagen anspielen. Es ist jedoch zu beachten, dass Snorri ein Christ gewesen ist, wovon seine Edda stark beeinflusst worden ist.
Überblick:
http://www.die-edda.de.vu/
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